viele neue Filmkritiken…

28. September 2014 at 6:41 pm (Allgemein)

Hallo,

nach langer Zeit mal wieder… aber wir haben nicht geschlafen.

Sehr viele Filmkritiken gibt es von uns hier

http://169571.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=ubb_tindex&USER=user_169571&threadid=2

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2012 – seit dem 12. November 2009

16. November 2009 at 10:16 am (Filmkritiken) (, , , , , )

 

Plakat - 2012

2012

 

 

 

2012

Na also geht doch. Roland Emmerich ist wieder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Nach dem etwas lauen „10.000 B.C.“ geht es in „2012“ in altbewährter Manier wieder richtig zur Sache. Alles wird plattgemacht. Mit Hilfe von Oscarpreisträger Volker Engel und Marc Weigert zerlegen sie gekonnt unseren Erdball. Bei den Mayas endet der Kalender am 21.12.2012. Diese Prophezeiung machten Roland Emmerich und Harald Kloser zu einem Drehbuch über den Weltuntergang.

Im Jahre 2009 reist der Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor) zu seinem indischen Kollegen Satnam Tsurutani (Jimi Mistry).  Dieser hat eine fürchterliche Entdeckung gemacht. Die Erdwärme steigt bedrohlich an und als Folge wird es zu einer weltweiten Katastrophe kommen. Helmsley informiert den Berater des amerikanischen Präsidenten Carl Anheuser (Oliver Platt).

Präsident Wilson (Danny Glover) regt einen geheimen Katastrophenplan an, an dem alle Regierungen beteiligt sind. Der sieht aber nur die Rettung von wenigen Menschen vor. Zur gleichen Zeit macht Jackson Curtis (John Cusack) mit seinen beiden Kindern Urlaub im Yellowstonepark. Aber wo früher einmal ein kleiner See war, steht jetzt jede Menge Militär und technisches Gerät.

Was sich dahinter verbirgt, erfahren sie von dem etwas verschrobenen Wissenschaftler Charlie Frost (Woody Harrelson). Er sieht das Ende der Welt und berichtet darüber live in einem eigenen Radiosender. Doch Curtis nimmt ihn zunächst nicht ernst. Erst als seine geschiedene Frau Kate (Amanda Peet) ihm berichtet das in L.A. die Straßen aufbrechen, weiß er es ist höchste Zeit sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen.

Eine abenteuerliche Flucht vor der Naturkatastrophe beginnt. Ziel ist das Hochland in China. Charlie Frost hat ihm Pläne überlassen aus denen hervorgeht, dass heimlich mehrere Archen gebaut wurden. Diese sind aber bloß für eine kleine Elite von Menschen vorgesehen. Werden sie ihr Ziel erreichen und überleben?

Nach „Independence Day“ 1996 und „The Day After Tomorrow“ 2004 inszeniert Roland Emmerich ein Katastrophen Szenario, das man so noch nicht auf der Leinwand gesehen hat. Spektakuläre Spezialeffekte und eine großartige visuelle Umsetzung machen diese Geschichte zu einem spannenden Kinoerlebnis. Emmerich selbst hat jetzt aber genug von Desastermovies. Sein nächster Filmstoff, erzählte er in einem Interview, wird ein Thriller über William Shakespeare sein. Man darf gespannt sein.

158 Minuten – grandiose Bilder vom Ende der Welt.

Ab 12. November 2009 im KINO.

A.G.Wells

 

Mehr Filmkritiken von A.G. Wells gibt es auf der Filmeckeseite der priv. HP http://www.diefilmecke.de

 

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„Das Mädchen aus Monaco“ (La Fille de Monaco“) – ab 2. Juli 2009

31. Mai 2009 at 5:05 pm (Filmkritiken) (, , , )

monaco

 

Ein Sommerhit aus dem Jahre 2008 in Frankreich kommt diesen Sommer in die deutschen Kinos.

Regisseurin Anne Fontaine (Coco before Chanel) inszeniert mit leichter Hand in und um die High Society Enklave Monaco.

 
Maitre – zu deutsch Rechtsanwalt – Bertrand Beauvois (Fabrice Luchini), seines Zeichen Staranwalt aus Paris, verschlägt es nach Monaco um in einem Mordprozess Madame Lasalle (Stephane Audran) zu verteidigen. Er ist intelligent, geistreich, eloquent und nie um Worte verlegen. Nur mit Frauen hat er so seine Probleme, denn sie wollen leider nicht nur reden.


Audrey Varella (Louise Bourgoin) ist die sexy Wetterfee von Television Monaco. Sie ist schön, sinnlich und hemmungslos auf Sex aus und blond. Sie will unbedingt raus aus ihrem Fürstentum und bereit dafür alles zu riskieren. Christophe Abadi (Roschdy Zem) ist dem Maitre als Bodyguard zugeteilt und will den Anwalt unbedingt vor Audrey beschützen.


Denn er kennt sie aus einer früheren Liason. Doch eigentlich ist Audrey sogar nicht Beauvois Typ. Aber bevor er sich versieht, hat sie ihm den Kopf verdreht. Da nützen ihm weder Intellekt noch Esprit. Und mit geistreichen Worten kommt er auch nicht gegen die schöne Moderatorin an, die wie eine Naturgewalt in sein Leben bricht. Bald verliert der smarte Anwalt den Boden unter den Füßen und verfällt ihr mit Haut und Haaren.

 

Mehr und mehr macht er sich lächerlich, zieht mit Audrey und ihrer Clique durch das Nachtleben von Monaco und vernachlässigt seine Arbeit. Lediglich Bodygard Christophe bewart kühlen Kopf. Aber kann der Anwalt ihm trauen?

 

 

Was passiert, wenn geistreiche Männer auf verführerische Frauen treffen, beschreibt die neue Komödie von Anne Fontaine voller Esprit und mediterraner Sinnlichkeit.

 

 

 Ab 02. Juli 2009 im KINO. 95 Minuten – eine wunderbar freche und bittersüße Komödie.

A.G. Wells für www.ustolz.de

 

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„Terminator – Die Erlösung“ – ab dem 04. Juni 2009

31. Mai 2009 at 4:51 pm (Filmkritiken) (, , , , )

Plakat - terminator 4

 

Die Apokalypse ist passiert. Skynet hat 2004 die Welt in einem nuklearen Krieg zerstört. Wir befinden uns im Jahre 2018. Der letzte ultimative Kampf der Menschen gegen die Maschine hat begonnen. John Connors (Christian Bale) wird, wie in der Prophezeiung angekündigt, der Anführer des Widerstandes.

Er begegnet dem geheimnisvollen Marcus Wright (Sam Worthington). Er hat drei Morde begangen und wurde zum Tode verurteilt. Im Todestrakt überredet Dr. Serena Kogen (Helena Bonham Carter) ihn, seinen Körper der Forschung zur Verfügung zu stellen.
Das Einzige, an das dieser sich erinnern kann, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde – danach fehlt Marcus jegliche Erinnerung,
bis er in dieser fremden, lebensfeindlichen Welt aufwachte.

Ist Marcus aus der Zukunft gesandt worden, um den Widerstand zu infiltrieren? Oder ist er aus der Vergangenheit gerettet worden? Connor muss sich entscheiden, ob er dem geheimnisvollen Fremden vertrauen kann. In der Zwischenzeit entwickelt Skynet neue Strategien und bereitet den finalen Vernichtungsschlag vor. Zusammen mit Marcus muss sich John Connor im direkten Kampf gegen Skynet stellen – und dabei decken sie jenes schreckliche Geheimnis auf, das hinter dem möglichen Ende der gesamten Menschheit steht…

Es wimmelt nur so von technischem Equipment. Alle möglichen Varianten von Terminatoren bevölkern die Leinwand. Skynet bietet sein ganzes Arsenal an Maschinen auf, um die Menschheit auszurotten. T- 600, der Vorgänger T-800. Dazu die Hunter Killer, die ein bisschen aussehen als seien sie bei Starwars übriggeblieben. Und nicht zu vergessen der Harvester. Eine Maschine die Menschen einsammelt und ins Hauptquartier von Skynet bringt.

Als kleiner Gag erscheint ein Terminator mit den Gesichtszügen von Arnie im Showdown. Insgesamt ein technisch aufwendiger, aber brillant digital umgesetzter Kriegsfilm. Und bei soviel Maschinen stellt man sich die Frage, wozu braucht man noch Schauspieler? Wie heißt es so schön zum Schluss. Wir haben die Schlacht gewonnen, aber der Krieg ist noch nicht beendet. Soll heißen, T 5 kommt bestimmt.

115 Minuten – eine ohrenbetäubende Apokalypse.2003 war es noch der Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der im „Terminator 3“ zu sehen war. Jetzt nach Langem hin und her kommt die Fortsetzung in die Kinos. Allerdings ohne Arni. Und damit fehlt so ein bisschen der ironische Humor in dieser Geschichte. Regisseur McG („3 Engel für Charlie“) hat mit viel Aufwand und neuen Ideen ein ganz anderen Film geschaffen.


Ab 04. Juni 2009 im KINO.

A.G. Wells für www.diefilmecke.de

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„MOOSgeschichten“ – demnächst im Kino….

26. Mai 2009 at 7:22 pm (1, Filmkritiken) (, , , , )

 

„MOOSgeschichten“

Ohne Moos nichts los? Nein dieser Spruch ist hier völlig falsch am Platz. Erzählt wird hier die Geschichte einer einzigartigen Landschaft – das Naturschutzgebiet „Schwenninger Moos“. Eines der letzten verbliebenen Hochmoore in Deutschland. In Personalunion von der Idee, der Recherchen, der Bildgestaltung und dem Schnitt von Klaus Peter Karger.

Goldene Nebel wallen im Licht der aufgehenden Sonne. Abgestorbene Bäume ragen aus dunklem Moorwasser. Märchenhafte Moosteppiche bedecken den Boden. In stoischer Ruhe spähen Reiher nach Beute aus.

Das Schwenninger Moos ist ein Naturschutzgebiet von urzeitlicher Schönheit. Hier hat der Neckar, der Landesfluss von Baden-Württemberg, seinen wilden Ursprung, bevor er 367 Kilometer nordwestlich, begradigt und schiffbar gemacht, in den Rhein mündet.

„Moosgeschichten“ lässt Menschen zu Wort kommen, die auf besondere Weise mit diesem Ursprungsgebiet verbunden sind:  die Tanzpädagogin, die sich vom Rhythmus der Natur bei ihren Choreografien inspirieren lässt. Den Künstler, der Ursprung und Mündung des Neckars in einer Performance verbindet. Den Naturliebhaber und -forscher. Die Amateurfotografin, die ihre ganze Wohnung mit Moosbildern geschmückt hat. Den Jogger, der hier regelmäßig Kraft schöpft.

Der Film erzählt auch über die Entwicklungsgeschichte dieses Moorgebiets, seine Tier- und artenreiche Pflanzenwelt, die Beschädigung durch den Torfabbau für die Salinen und die Aktivitäten im Naturschutz heute. Die Renaturierung des Schwenninger Moos gilt als Erfolgsprojekt im Naturschutz des Landes Baden-Württemberg.

Den Anstoß zu diesem Filmprojekt gab eine Begegnung am “Tag der Schöpfung” der Kirchen im Jahr 2006. “Ich hatte mich allerdings schon lange zuvor mit dem Schwenninger Moos beschäftigt”, sagt Regisseur Klaus Peter Karger, “denn ich lebe ja seit 1974 in Villingen-Schwenningen, und hatte damals schon das Moos für mich entdeckt. Zunächst als Fotograf, der oft und gerne mitten in der Nacht dorthin aufbrach, um die Morgenstimmung mit der Kamera festzuhalten. Beim “Tag der Schöpfung” erzählte mir dann bei einer Führung eine andere Teilnehmerin, sie sei direkt am Schwenninger Moos aufgewachsen, und als Kind hätte man ihr immer gedroht, man bringt sie ins Moorgebiet, wenn sie nicht artig ist, und sie wird dann nie mehr herausfinden. Diese negative Kindheitserinnerung hat sich bei der Frau heute in eine vollkommen positive Haltung gegenüber dem Moos gewandelt – das fand ich eine Geschichte, die ich erzählen wollte. Ich wollte einen Film machen, der zugleich informativ und unterhaltsam ist, und eine der Geschichten ist sogar richtig anrührend.”

Archivrecherchen ergaben, dass es bisher keinen umfassenden Dokumentarfilm über das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos gibt. Es kommt zwar in verschiedenen Produktionen des SWR-Fernsehens vor, aber meist nur kurz als Ausgang für eine “Neckar-Reise”, oder als Thema eines Drei-Minuten-Beitrags über die Renaturierung des Gebiets in der “Landesschau“. Diese wird ja als Vorzeigeprojekt im Baden-Württembergischen Naturschutz gehandelt. Karger hat dann mit Recherchen übers Moos begonnen, in Bibliotheken und Archiven. “Und ich habe eine Postkarte drucken lassen und in Geschäften in Villingen-Schwenningen ausgelegt, mit der Leute gesucht wurden, die eine “Moosgeschichte” zu erzählen haben. Denn ich wollte keinen rein naturwissenschaftlicher Film machen, sondern Geschichten erzählen, die auch etwas über die Beziehung der Menschen hier zu ihrem Schwenninger Moos aussagen. Es gab auch eine entsprechende Suchanzeige in den Lokalzeitungen. Darauf haben sich vereinzelt Personen gemeldet.”

“Moosgeschichten” hat zwei Ebenen, die miteinander verwoben sind. Die eine ist das Naturwissenschaftliche, die Entstehungsgeschichte des Moorgebiets, dann seine Beschädigung durch den Torfabbau seit dem 18. Jahrhundert und bis in die Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, und die Renaturierung, mit der in den achtziger Jahren begonnen wurde.

Bei den Dreharbeiten wurde deutlich, dass viele Leute zum Beispiel über den Torfabbau überhaupt nichts wissen. Der wiederum eng im Zusammenhang steht mit der Geschichte der württembergischen und badischen Salinen in Schwenningen, Rottweil und Bad Dürrheim, denn der im Moos gestochene Torf ist im Wesentlichen unter den Siedepfannen dieser Salinen verfeuert worden. “Also erzählen wir auch diese Geschichte”, sagt Karger, “um sie ins Bewusstsein zu rufen.”

Ein Film aus einem Guss. Der einmal etwas andere Dokumentarfilm – erzählt als Heimatfilm. Überzeugend, beeindruckend. Nach dem Film möchte man am liebsten die Ärmel hochkrempeln und mithelfen diese einmalige Landschaft zu erhalten. Man spürt, dass dies ein Film ist der mit Herzblut gemacht wurde. Da muss doch etwas dran sein, dass mir der Film so gut gefallen hat. Ich wohne in der Schwenninger Strasse.

Zu sehen, demnächst in einem Kino ganz in Ihrer Nähe.

A.G.Wells

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„OBSESSED“ – ab dem 11. Juni 2009 im Kino

16. Mai 2009 at 1:29 pm (Filmkritiken) (, , )

Plakat - Obsessed

„OBSESSED“

Es gibt Filme, da schaut man in den Kurzinhalt bevor man den Film sieht, und stellt fest, das kommt mir doch bekannt vor. Wurde diese Geschichte nicht schon einmal erzählt oder in anderer Form auf die Leinwand gebracht? Bei dieser Story hatte der Regisseur wohl die Idee einen Zickenkrieg mit Kampfeinlage zu zeigen, und darum eine etwas konstruierte Handlung zu stricken. 

Derek Charles (Idris Elba) ist Vice-President einer erfolgreichen Vermögensagentur. Beruflich auf der Höhe und auch privat läuft alles prima. Verheiratet mir Sharon (Beyonce Knowles) und glücklich mit einem einjährigen Sohn. Der Umzug in einen neues schönes Haus ist geschafft. Das Glück ist vollkommen.

Bis zu dem Tag, als die Büroaushilfe Lisa (Ali Larter) in sein Leben tritt. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, Derek zu verführen und zu erobern. Bei der betrieblichen Weihnachtsfeier bedrängt sie Derek frontal. Er versucht vergebens, ihr klar zu machen, dass er glücklich verheiratet ist und an einer Liaison nicht im geringsten interessiert 

Doch Lisa ist besessen, ihn zu verführen. Als Nächstes, steigt sie im Bugs-Bunny Dress in sein Auto in der Tiefgarage um ihn erneut zu attackieren. Wieder wehrt Derek sie ab. Umsonst. Bei einem Meeting der Firma in einem Hotel schüttet sie ihm KO-Tropfen ins Getränk und legt sich anschließend zu ihm ins Bett.

Am Morgen danach – Derek kann sich an nichts erinnern – konfrontiert sie ihn mit erfunden Sexspielchen. Seine Abwehr wird erneut ignoriert. Im Gegenteil. Am nächsten Abend findet er Lisa leblos in Zimmer. Sie hat versucht, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen.

Derek veranlasst die Rettung und tritt damit eine Lawine los. Seine Frau kommt dazu ins Krankenhaus und die Polizei schaltet sich ein. Wieder genesen geht Lisa zum Angriff über. Sie dringt in das Haus ein und es kommt zum Showdown zwischen den beiden Frauen.  

Bis zum Ende des Films wird bei ähnlichen Geschichten kräftig abgekupfert und dem Zuschauer ist schon zu Beginn klar, als eine Szene den morschen Dachboden zeigt, dass hier der Schluss zu finden ist. Symptomatisch wird zu Beginn das „For Sale Schild“ des Hauses im Kamin verbrannt. Die Vermutung liegt nah, dass hierbei das Drehbuch mit ein Raub der Flammen wurde.

Zusammengeschusterte Story mit mäßigen Schauspielern. Gestreckt mit wiederkehrenden Luftaufnahmen von L.A. und vom dem angekündigten Horror bleibt nicht viel übrig.

105 Minuten – ein Film wie ein Kropf – nämlich überflüssig.

Ab 11. Juni 2009 im KINO.

A.G.Wells                     

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Illuminati – Angels & Demons – 13. Mai 2009 im Kino

12. Mai 2009 at 1:37 pm (Filmkritiken) (, , , , )

 

Das wird sicher so manchen Katholiken interessieren wie der Vatikan „seine“ Kirchensteuer verwendet. Ich gehöre zwar nicht dazu, aber auch für mich war es interessant, zu sehen, was so alles damit angestellt wird. Zum Beispiel – die Wahl eines neuen Papstes. Das waren meine ersten Gedanken bei den ersten Bildern zu Dan Brown`s Fortsetzungserfolgsroman „Illuminati“.

Richtig die Geschichte des Harvard Professor Robert Langdon (Tom Hanks) geht nach dem Da Vinci Code weiter. Er hat seinen Roman über die Vergangenheit der katholischen Kirche zu Ende gebracht. Auch die Fortsetzung liegt fast fertig vor. Nur kann er sie nicht zu Ende bringen, da der Vatikan ihn nicht in sein Archiv lässt.

Doch es gibt Hoffnung. Vier Kardinäle sind entführt worden, aus einem Labor wird Antimaterie geraubt und der 400 Jahre alte Geheimbund Illuminati will den Vatikan platt machen. Also muss der Professor mal eben über den großen Teich fliegen um dem Vatikan zur Seite stehen und das drohende Unheil abzuwenden.

Helfen darf im dabei die hübsche italienische Wissenschaftlerin Vittoria Vetra (Ayelet Zurer). Gemeinsam wird jetzt zur Schnitzeljagd quer durch Rom aufgebrochen. Leider kommen sie meistens zu spät an die Fundorte und so finden drei der gekidnappten Kardinäle den qualvollen Tod.

Auch Langdon erwischt es fast. Nämlich bei seinem zweiten Besuch in dem so geheimnisvollen und bestgehüteten Archiv des Vatikans.
Irgend so ein Fiesling schaltet die Klimaanlage aus. Doch nach seiner Rettung legt er erst so richtig los. Eine atemlose, aktionsreiche Hetzjagd durch die ewige Stadt, durch versiegelte Krypten, gefährliche Katakomben und verlassene Kathedralen, beginnt.

Ein hübsch inszeniertes Räuber und Gendarmenspiel mit hochkarätiger Besetzung. Außer Tom Hanks sind noch Ewan McGregor, Stellan Skarsgard und Armin Müller-Stahl mit dabei. Wobei es immer wieder ein „Genuss“ ist, Armin Müller-Stahl`s perfektes Englisch zu genießen. Das wird dem deutschen Publikum leider nicht durch die synchronisierte Fassung zu Ohren kommen.

Spannend erzählt und auch einigermaßen verständlich, da Professor Langdon alle uralten Hintergründe ausführlich erklärt. Und außerdem blickt man noch hinter die sonst so verschlossenen Mauer des Vatikans. Alles für eine Eintrittskarte und wie schon erwähnt – die bezahlte Kirchensteuer.

138 Minuten – klerikal angehauchte Unterhaltung.

Ab 13. Mai im KINO.

A.G.Wells für www.diefilmecke.de

 

Viel Spaß im Kino

 

 

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„Flash Of Genius“ – ab dem 25. Juni 2009 im Kino…

7. Mai 2009 at 10:58 pm (Filmkritiken) (, , , , )

Plakat Flash

 

„Flash Of Genius“

„Based on a true Story“. Wenn dieser Satz in der Vorankündigung eines Filmes aus Hollywood steht, ist erst einmal Vorsicht angesagt. Denn entscheidend ist dabei, was hat die Filmfabrik daraus gemacht. Bei dieser Lebensgeschichte des Robert Kearns, gegen den Autogiganten Ford, ist die Umsetzung durchaus als gelungen anzusehen.

Ein verirrter Korken einer Champagnerflasche, ein verletztes Auge und eine Autofahrt bei strömenden Regen. Das alles zusammen gibt Robert Kearns (Greg Kinnear) den Grundgedanken für eine bahnbrechende Erfindung. Die Intervallschaltung für den Scheibenwischer eines Autos.

 

Wieso funktioniert ein Scheibenwischer nicht wie ein blinzelndes Auge? Zusammen mit seinen beiden ältesten Söhnen fängt er zu experimentieren. Seine Hartnäckigkeit wird belohnt. Er konstruiert einen Motor der den Scheibenwischer in Intervallen betätigt. Er hat eine große Vision.

 

Zusammen mit seiner Familie will er den bahnbrechenden Scheibenwischer auch selbst produzieren. Sein Freund Gil Previck (Dermot Mulroney), der nahezu alle großen Automobil Unternehmen in Detroit mit Bauteilen beliefert, soll den Vertrieb übernehmen.  Gleichzeitig arbeiten aber auch die großen Automobilfirmen an der Realisierung dieses Scheibenwischers. Doch keiner Firma gelingt der Durchbruch.

 

Ford ist deshalb an Kearns Erfindung interessiert. Sie setzen ihn unter Druck. Kearn letzt sich überreden und überlässt ihn sein Vorführmodell. Doch dann die Hiobsbotschaft. Ford ist nicht weiter interessiert. Aber ein Jahr später sieht er ein neues Fordmodell – ausgerüstet mit seinem Wischer.

 

Jahrelang kämpft der Erfinder gegen die Weltfirma. Schließlich, nach einem Nervenzusammenbruch und einem Aufenthalt in einer Klinik, entschließt er Klage einzureichen. Alle Versuche für einen Vergleich lehnt er ab. Seine Familie trennt sich von ihm. Doch er ist wild entschlossen diesen Weg bis zum Ende zu gehen.

 

Fast so lang wie der Rechtsstreit gegen Ford ist auch die Geschichte des Films. Schon 1993 erschien im Magazin „The New Yorker“ ein Artikel von John Seabrook über den langjährigen Weg um die Rechte für dieses Patent und Robert Kearn. Hollywood Produzent Marc Abraham sicherte sich die Filmrechte.

 

Aber Kearn war nicht an einer Verfilmung seines Lebens interessiert. Geld war ihm nicht wichtig, er wollte Gerechtigkeit. Robert Kearn starb 2005 an Krebs. Sein Sohn arbeitete mit Abraham zusammen, sodass die Produktion endlich zum Abschluss kam.

 

Greg Kinnear überzeugt als R. Kearns mit sehr sensiblen Spiel. Genau so Lauren Graham als seine Frau. Natürlich steht das amerikanische Rechtssystem und seine Gerichtsszenen im Mittelpunkt der Handlung. Das lässt das Ganze ein bisschen zäh wirken. Aber das Happy End versöhnt mit dieser durchaus sehenswerten Lebensgeschichte.

 

119 Minuten – David gegen Goliath – passend zur Krise der amerikanischen Autobauer.      

Ab 25. Juni 2009 im KINO.   

 

A.G.Wells

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„X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“ – 29.April 2009

30. April 2009 at 9:17 am (Filmkritiken) (, , , , , , )

plakat-wolverine

 

 

 

„X-MEN ORIGINS: WOLVERINE“

 

Nach Abschluss der X-Men-Trilogie erscheint der Ableger X-Men Origins: Wolverine, dessen Drehbuch von David Benioff stammt, mit Hugh Jackmans als Prequel am 29. April 2009 in den deutschen Kinos. Da die Trilogie abgeschlossen jetzt also Wolverine. Sieht aber genau so aus wie die drei X-Men vorher.

 

Der Film führt auch ein neues Team von Mutanten ein, darunter einige, auf die die Fans lange gewartet haben. Die Zuschauer werden das „Team X“ kennenlernen, eine geheime Militäreinheit, die ausschließlich aus Mutanten besteht.

 

Zu ihren Mitgliedern gehören: Wolverine; sein Bruder Victor Creed alias Sabretooth, ein wildes Geschöpf mit schier unglaublichen Kräften; Wade Wilson, der als Söldner Deadpool bestens mit dem Schwert umzugehen versteht; Agent Zero, ein ausgezeichneter Spurenleser und Scharfschütze; der Teleporter Wraith; Fred J. Dukes, ein extrem starker, monströser Koloss, auch bekannt als The Blob; und Bradley, der Strom manipulieren kann.

 

Angeführt wird die Truppe von William Stryker (Danny Huston), der bereits in X2 („X-Men 2“, 2003) vorgestellt wurde.  Diesmal werden seine Ursprünge und Motivationen vollständig offengelegt und auch seine komplexe Beziehung zu Wolverine, die mit Logans Vergangenheit und auch dessen Zukunft zu tun hat.

 

So verwirrend wie die Aufzählung der neuen, vielen Mutanten geht es weiter. Im Zeitraffer geht es durch fast alle Kriege der Zeitgeschichte. Immer aus Sicht der Mutanten. Dann kommt es bei einem Einsatz in Lagos zum Zerwürfnis zwischen Logan und Striker. Logan zieht sich zurück in Wälder Kanadas, um als Holzfäller zu arbeiten.

 

Hier will er mit seiner großen Liebe Kayla Silverfox (Lynn Collins) seiner Vergangenheit entfliehen. Aber Striker und sein Bruder Victor spüren ihn wieder auf. Striker will an ihm das „Weapon X“ Programm ausführen. Das Experiment gelingt nur zum Teil und von da an ist Logan der Gejagte.

 

Auch hier wird mit dem gleichen Muster gearbeitet wie bei vielen anderen Comic Verfilmungen. Man erzählt die Geschichte vor der Geschichte. Also wie wurde Wolverine X-MEN. Wirklich originell. Dabei gleichen sich alle X-Men Folgen wie ein Ei dem Anderen.

 

Eine filmische Adaption aus Comic, Videospielen und Merchandising. Technisch brillant gemacht, aber durch die Schnelligkeit der Aktionen zum Schluss ermüdend. Fast aussehend wie ein Werbeclip für Klingenstahl aus Solingen. Nur für den echten Fan nachvollziehbar.

 

105 Minuten –  darauf abgezielt weitere Filme folgen zu lassen.

 

Ab 29. April 2009 im KINO.  

 

A.G.Wells

 

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„Ricky“ – ab dem 14. Mai 2009 im Kino

30. April 2009 at 9:05 am (Filmkritiken) (, , , )

plakat-ricky

 

Francois Ozon war bisher einer meiner französischen Lieblingsregisseure. Doch nach seinem neuen Film muß ich diese Vorliebe überprüfen. Denn diese Mischung aus Sozialdrama und Märchenfilm findet nicht meinen ungeteilten Beifall. „Ricky“ ist zwar von der Idee her nicht schlecht, doch die Umsetzung lässt einen doch ziemlich schwanken.

Es war einmal – richtig so fangen normale Märchen an. Doch wir sehen Katie (Alexandra Lamy) beim Sozialamt um Hilfe bitten und das ist gar nicht märchenhaft. Doch von vorne. Wie fing alles an? Katie ist eine alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer Tochter Lisa (Melusine Mayance) in einer Hochhaussiedlung irgendwo in Frankreich.

Katie arbeitet in einer Fabrik am Fließband. Dort begegnet sie Paco (Sergi Lopez) und es ist Liebe auf den ersten Blick. Bald zieht Paco bei den Beiden ein und es kündigt sich weiterer Nachwuchs an. Ein Junge. Seine Schwester sucht ihm einen Namen aus. Ricky. Aber es gibt Spannungen in der Beziehung. Als Katie Paco verdächtigt Ricky geschlagen zu haben, verlässt Paco das Haus.

Doch die angeblichen Blutergüsse stellen sich als ganz etwas anders heraus. Ricky bekommt Flügel und flattert fröhlich in der Wohnung umher. Als Ricky auch noch im Supermarkt umherfliegt, ist die Sensation groß. Jetzt wird kleine Familie von der Presse gejagt. Auch Paco kommt reumütig zurück.

Er will die Gelegenheit nützen und seinen Sohn der Presse vorführen. Doch bei der Flugvorführung lässt Katie das Seil los und Ricky verschwindet in den blauen Himmel.

Technisch zwar gut gelöst, eine Mischung aus Realismus und Fantasy, aber ein Film nicht Fisch und nicht Fleisch.

90 Minuten – eine Sozialdramödie.

Ab 14. Mai 2009 im KINO.

A.G.Wells

Viel Spaß im Kino

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