„Flash Of Genius“ – ab dem 25. Juni 2009 im Kino…

7. Mai 2009 at 10:58 pm (Filmkritiken) (, , , , )

Plakat Flash

 

„Flash Of Genius“

„Based on a true Story“. Wenn dieser Satz in der Vorankündigung eines Filmes aus Hollywood steht, ist erst einmal Vorsicht angesagt. Denn entscheidend ist dabei, was hat die Filmfabrik daraus gemacht. Bei dieser Lebensgeschichte des Robert Kearns, gegen den Autogiganten Ford, ist die Umsetzung durchaus als gelungen anzusehen.

Ein verirrter Korken einer Champagnerflasche, ein verletztes Auge und eine Autofahrt bei strömenden Regen. Das alles zusammen gibt Robert Kearns (Greg Kinnear) den Grundgedanken für eine bahnbrechende Erfindung. Die Intervallschaltung für den Scheibenwischer eines Autos.

 

Wieso funktioniert ein Scheibenwischer nicht wie ein blinzelndes Auge? Zusammen mit seinen beiden ältesten Söhnen fängt er zu experimentieren. Seine Hartnäckigkeit wird belohnt. Er konstruiert einen Motor der den Scheibenwischer in Intervallen betätigt. Er hat eine große Vision.

 

Zusammen mit seiner Familie will er den bahnbrechenden Scheibenwischer auch selbst produzieren. Sein Freund Gil Previck (Dermot Mulroney), der nahezu alle großen Automobil Unternehmen in Detroit mit Bauteilen beliefert, soll den Vertrieb übernehmen.  Gleichzeitig arbeiten aber auch die großen Automobilfirmen an der Realisierung dieses Scheibenwischers. Doch keiner Firma gelingt der Durchbruch.

 

Ford ist deshalb an Kearns Erfindung interessiert. Sie setzen ihn unter Druck. Kearn letzt sich überreden und überlässt ihn sein Vorführmodell. Doch dann die Hiobsbotschaft. Ford ist nicht weiter interessiert. Aber ein Jahr später sieht er ein neues Fordmodell – ausgerüstet mit seinem Wischer.

 

Jahrelang kämpft der Erfinder gegen die Weltfirma. Schließlich, nach einem Nervenzusammenbruch und einem Aufenthalt in einer Klinik, entschließt er Klage einzureichen. Alle Versuche für einen Vergleich lehnt er ab. Seine Familie trennt sich von ihm. Doch er ist wild entschlossen diesen Weg bis zum Ende zu gehen.

 

Fast so lang wie der Rechtsstreit gegen Ford ist auch die Geschichte des Films. Schon 1993 erschien im Magazin „The New Yorker“ ein Artikel von John Seabrook über den langjährigen Weg um die Rechte für dieses Patent und Robert Kearn. Hollywood Produzent Marc Abraham sicherte sich die Filmrechte.

 

Aber Kearn war nicht an einer Verfilmung seines Lebens interessiert. Geld war ihm nicht wichtig, er wollte Gerechtigkeit. Robert Kearn starb 2005 an Krebs. Sein Sohn arbeitete mit Abraham zusammen, sodass die Produktion endlich zum Abschluss kam.

 

Greg Kinnear überzeugt als R. Kearns mit sehr sensiblen Spiel. Genau so Lauren Graham als seine Frau. Natürlich steht das amerikanische Rechtssystem und seine Gerichtsszenen im Mittelpunkt der Handlung. Das lässt das Ganze ein bisschen zäh wirken. Aber das Happy End versöhnt mit dieser durchaus sehenswerten Lebensgeschichte.

 

119 Minuten – David gegen Goliath – passend zur Krise der amerikanischen Autobauer.      

Ab 25. Juni 2009 im KINO.   

 

A.G.Wells

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