„Ricky“ – ab dem 14. Mai 2009 im Kino

30. April 2009 at 9:05 am (Filmkritiken) (, , , )

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Francois Ozon war bisher einer meiner französischen Lieblingsregisseure. Doch nach seinem neuen Film muß ich diese Vorliebe überprüfen. Denn diese Mischung aus Sozialdrama und Märchenfilm findet nicht meinen ungeteilten Beifall. „Ricky“ ist zwar von der Idee her nicht schlecht, doch die Umsetzung lässt einen doch ziemlich schwanken.

Es war einmal – richtig so fangen normale Märchen an. Doch wir sehen Katie (Alexandra Lamy) beim Sozialamt um Hilfe bitten und das ist gar nicht märchenhaft. Doch von vorne. Wie fing alles an? Katie ist eine alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer Tochter Lisa (Melusine Mayance) in einer Hochhaussiedlung irgendwo in Frankreich.

Katie arbeitet in einer Fabrik am Fließband. Dort begegnet sie Paco (Sergi Lopez) und es ist Liebe auf den ersten Blick. Bald zieht Paco bei den Beiden ein und es kündigt sich weiterer Nachwuchs an. Ein Junge. Seine Schwester sucht ihm einen Namen aus. Ricky. Aber es gibt Spannungen in der Beziehung. Als Katie Paco verdächtigt Ricky geschlagen zu haben, verlässt Paco das Haus.

Doch die angeblichen Blutergüsse stellen sich als ganz etwas anders heraus. Ricky bekommt Flügel und flattert fröhlich in der Wohnung umher. Als Ricky auch noch im Supermarkt umherfliegt, ist die Sensation groß. Jetzt wird kleine Familie von der Presse gejagt. Auch Paco kommt reumütig zurück.

Er will die Gelegenheit nützen und seinen Sohn der Presse vorführen. Doch bei der Flugvorführung lässt Katie das Seil los und Ricky verschwindet in den blauen Himmel.

Technisch zwar gut gelöst, eine Mischung aus Realismus und Fantasy, aber ein Film nicht Fisch und nicht Fleisch.

90 Minuten – eine Sozialdramödie.

Ab 14. Mai 2009 im KINO.

A.G.Wells

Viel Spaß im Kino

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„Star Trek 11“

20. April 2009 at 9:42 am (Filmkritiken) (, , , , )

Star Trek 11

 

„Star Trek 11“

Das Warten hat ein Ende für alle „Trekkies“. Endlich kommt die elfte Kinoproduktion von „Star Trek“ in die Kinos. Nachdem es seit 2002 mehrere Anläufe gab für diese Produktion, ist es ein respektables Ergebnis geworden. Für seine Interpretation der populären Serie besetzte Regisseur J. J. Abrams zahlreiche bekannte Rollen mit neuen, jungen Schauspielern.

Kern der Story ist die Vorgeschichte der Figuren Kirk und Spock.


Die Zerstörung der U.S.S. Kelvin durch den zeitreisenden Romulaner Nero (Eric Bana), bei der auch Kirks Vater ums Leben kommt, erzeugt eine alternative Zeitlinie, in der sich das Design der Sternenflotte und die Biografien der Figuren teilweise erheblich unterschiedlich entwickeln.


Die primäre Handlung von Star Trek setzt gut 25 Jahre später an und lässt die Figuren der Originalserie Raumschiff Enterprise einander kennenlernen. Der Taugenichts James T. Kirk (Chris Pine), aufgewachsen bei seinem herrischen Onkel, tut sich – im Gegensatz zur ursprünglichen Zeitlinie – schwer damit, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.


Während einer Barschlägerei trifft er auf Captain Pike (Bruce Greenwood). Pike, der es nicht fassen kann, wessen Sohn er vor sich hat, überredet Kirk, endlich etwas mit seinem Leben anzufangen und der Sternenflotte beizutreten. An der Sternenflottenakademie trifft Kirk auf den Halbvulkanier Spock (Zachary Quinto).


Der Kontakt mit Spock vertieft sich, nachdem der Schiffsarzt Leonard McCoy (Karl Urban) Kirk auf die neue USS Enterprise schmuggelt, wo er mit Spock einen Angriff der feindlichen Romulaner auf Spocks Heimatplaneten Vulkan verhindern soll. Dabei kommt ihm auch der von Leonard Nimoy dargestellte ältere Spock aus der Zukunft zu Hilfe.


Ein insgesamt gelungener Star Trek, der endlich einmal durch seine Spezialeffekte und der Aktion überzeugt. Leider aber durch ein kaum durchdachtes Drehbuch und einen schwachen Gegenspieler (Nero alias Eric Bana) ein bisschen abfällt. Doch daran werden sich die überzeugten „Trekkies“ nicht stören und diesen neuen jungen Star Trek begeistert aufnehmen.


122 Minuten – die neue Dimension einer alten Science-Fiction-Saga.

 

 

Ab 07.Mai 2009 im KINO.


A.G.Wells

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„Wir sind alle Erwachsen“ – ab 07.05.2009 im Kino…

6. April 2009 at 7:30 pm (Filmkritiken) (, , , , )

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„Wir sind alle Erwachsen“

Ein französischer Film, der in Schweden spielt und von der jungen Regisseurin Anna Novion als Regiedebüt ins Kino kommt. Was erwartet mich? Eine banale Geschichte zum Thema Erwachsenwerden und das Verhältnis zwischen einer Siebzehnjährigen und ihrem schrulligen Vater.

Albert (Jean-Pierre Darroussin) und seine 17-jährige Tochter Jeanne (Anaïs Demoustier) verbringen den Sommer auf einer kleinen, schwedischen Insel. Seine penible Urlaubsplanung wird über den Haufen geworfen, als das gebuchte Haus aufgrund eines
Missverständnisses bereits von zwei Frauen, Annika (Lia Boysen) und Christine (Judith Henry) belegt ist.

Und so nehmen Alberts Ferien eine ganz unerwartete Richtung – sehr zum Gefallen von Jeanne. Das unverhoffte Zusammentreffen der vier ungleichen Charaktere zwingt alle Beteiligten sich und ihre Standpunkte infrage zu stellen, Gefühle zu erforschen und sich am Ende dieses Sommers als neue Menschen wieder zu finden.

Ein kleiner Film, der so dahin plätschert und die Entwicklung der Geschichte schon im Voraus ahnen lässt. Und der deshalb in Schweden spielt weil die Mutter der Regisseurin aus diesem Land kommt. Anna Novion fand das Paris für diese Story zu simpel gewesen wäre.
Ein paar nette Szenen und die Landschaft erheitern zwischendurch, aber ansonsten kämpft man mit den Augenlidern.

85 Minuten – keine Geschichte, die neue Einsichten fürs Leben bringt.

Ab 07. Mai 2009 im KINO.

A.G.Wells

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