„Der rosarote Panther 2“

20. Februar 2009 at 7:41 pm (Filmkritiken) ()

"Der rosarote Panther 2"
„Der rosarote Panther 2“
Peter Sellers wurde mit der Rolle des Inspektors Clouseau weltberühmt. Er selbst hasste aber diese Rolle, mit der Regisseur Blake Edwards in den Jahren 1963 bis 1982 mehrere Filme drehte. Jetzt schlüpft Steve Martin zum zweiten Mal in die Gestalt des trotteligen Polizisten. Vorweg, er erreicht aber nicht die Klasse eines Peter Sellers. Es geht wie immer um den sagenhaften Diamanten. Dem „rosaroten Diamanten“. Das Nationalheiligtum der Franzosen.

 

Die Straßen von Paris sind sicher. Dafür sorgt Inspektor Jacques Clouseau (STEVE MARTIN), der nach seiner Degradierung mit ungebrochener Würde und gewohntem Eifer Strafzettel verteilt und dabei hin und wieder halbe Straßenzüge in Schutt und Asche legt. Es grenzt an ein Wunder, dass der Eiffelturm bislang ungeschoren davon gekommen ist.

Doch lange kann der internationale Polizeiapparat nicht ohne Clouseaus kriminalistisches Gespür auskommen: Der geheimnisvolle Meisterdieb Tornado beginnt, historische Artefakte von unschätzbarem Wert auf der ganzen Welt zu stehlen – natürlich auch den legendären Diamanten „Der rosarote Panther“.

Und schon wird der „Panther“-Experte Clouseau – zum Entsetzen seines Vorgesetzten Dreyfus (JOHN CLEESE) – auf den Fall angesetzt. Aber diesmal nicht alleine:Clouseau ist Mitglied eines fünfköpfigen internationalen Detektiv-Teams, zu dem auch der blasierte Brite Pepperidge (ALFRED MOLINA), der selbstverliebte italienische Charmeur Vicenzo (ANDY GARCIA), die schöne indische Autorin Sonia (AISHWARYA RAI BACHCHAN) und der japanische Computer-Experte Kenji (YUKI MATSUZAKI) gehören.

Zusammen mit seinen Kollegen und seinem Partner Ponton (JEAN RENO) sowie seiner heimlichen Liebe Nicole (EMILY MORTIMER) macht sich Clouseau an die Arbeit. Die Ermittlungen des kriminalistischen Dreamteams führen es von Paris nach Rom. Dass der stümperhafte Franzose dabei kein Fettnäpfchen auslässt und ganze Häuserblocks unter seinem buchstäblichen Feuereifer leiden, versteht sich von selbst. Dabei ist noch nicht mal der Papst vor Clouseaus langem Arm des Gesetzes gefeit …

Das ist zwar eine international gut besetzte Schauspielerriege. Doch es schützt nicht vor einem miserablen Drehbuch und deren Umsetzung. Der Amerikaner Steve Martin spricht gebrochen französisch und der Franzose Jean Reno astreines Englisch. Der stocksteife John Cleese mimt den französischen Oberinstektor Dreyfuß.

Das Ergebnis – eine Geschichte die sich mit zu vielen Nebenschauplätzen und dämlichen Dialogen aufhält. Wenigstens ab und zu gibt es einen gelungenen Gag. Das ist aber zu wenig für die Gesamtlänge. Aber wie ich die Filmindustrie kenne. Es wird uns nicht vor einem dritten unsäglichen Teil bewahren.

92 Minuten – trauert man den alten Peter Seller Filmen nach.

Ab 12. März 2009 im KINO.

A.G.Wells

 

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