„Das Mädchen aus Monaco“ (La Fille de Monaco“) – ab 2. Juli 2009

31. Mai 2009 at 5:05 pm (Filmkritiken) (, , , )

monaco

 

Ein Sommerhit aus dem Jahre 2008 in Frankreich kommt diesen Sommer in die deutschen Kinos.

Regisseurin Anne Fontaine (Coco before Chanel) inszeniert mit leichter Hand in und um die High Society Enklave Monaco.

 
Maitre – zu deutsch Rechtsanwalt – Bertrand Beauvois (Fabrice Luchini), seines Zeichen Staranwalt aus Paris, verschlägt es nach Monaco um in einem Mordprozess Madame Lasalle (Stephane Audran) zu verteidigen. Er ist intelligent, geistreich, eloquent und nie um Worte verlegen. Nur mit Frauen hat er so seine Probleme, denn sie wollen leider nicht nur reden.


Audrey Varella (Louise Bourgoin) ist die sexy Wetterfee von Television Monaco. Sie ist schön, sinnlich und hemmungslos auf Sex aus und blond. Sie will unbedingt raus aus ihrem Fürstentum und bereit dafür alles zu riskieren. Christophe Abadi (Roschdy Zem) ist dem Maitre als Bodyguard zugeteilt und will den Anwalt unbedingt vor Audrey beschützen.


Denn er kennt sie aus einer früheren Liason. Doch eigentlich ist Audrey sogar nicht Beauvois Typ. Aber bevor er sich versieht, hat sie ihm den Kopf verdreht. Da nützen ihm weder Intellekt noch Esprit. Und mit geistreichen Worten kommt er auch nicht gegen die schöne Moderatorin an, die wie eine Naturgewalt in sein Leben bricht. Bald verliert der smarte Anwalt den Boden unter den Füßen und verfällt ihr mit Haut und Haaren.

 

Mehr und mehr macht er sich lächerlich, zieht mit Audrey und ihrer Clique durch das Nachtleben von Monaco und vernachlässigt seine Arbeit. Lediglich Bodygard Christophe bewart kühlen Kopf. Aber kann der Anwalt ihm trauen?

 

 

Was passiert, wenn geistreiche Männer auf verführerische Frauen treffen, beschreibt die neue Komödie von Anne Fontaine voller Esprit und mediterraner Sinnlichkeit.

 

 

 Ab 02. Juli 2009 im KINO. 95 Minuten – eine wunderbar freche und bittersüße Komödie.

A.G. Wells für www.ustolz.de

 

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„17 Again“ – ab dem 14.05.2009 im Kino

22. April 2009 at 11:06 pm (Filmkritiken) (, , , , , , , )

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„17 Again“

 

Filme mit oder über Zeitsprünge gibt es viele. Jetzt kommt ein überflüssiges Werk dazu. Ein junger Regisseur (Burt Steers) versucht sich an diesem Thema mehr schlecht als recht.

 

Abschlussklasse von 1989: Mike O’Donnell (Zac Efron) ist der unbestrittene Star des Basketballteams seiner High School. College-Scouts sind hinter ihm her, einer glänzenden Zukunft scheint nichts im Wege zu stehen. Doch dann beschließt er unvermittelt, auf die große Karriere zu verzichten.

 

Denn kurz vor dem alles entscheidenden Spiel erfährt Mike, dass seine Freundin Scarlet schwanger ist. Für ihn kommt es jetzt darauf an, das Richtige zu tun – nämlich ich ohne Wenn und Aber seiner Freundin und dem gemeinsamen Baby zu widmen. Rund zwanzig Jahre später: Mikes (Matthew Perry) glorreiche Zeiten sind definitiv vorbei.

 

Die Ehe mit Scarlet (Leslie Mann) ist zerbrochen. Im Job wird er bei einer Beförderungsrunde übergangen. Seine Teenagerkinder halten ihn für einen Versager. Und zu allem Überfluss ist er auch noch gezwungen, bei seinem besten High-School-Freund Ned (Thomas Lennon) zu wohnen, der es vom Technik-Nerd zum Milliardär gebracht hat.

 

Doch Mike erhält eine zweite Chance, als er sich auf wundersame Weise in einen 17- Jährigen zurückverwandelt. Dumm nur, dass er jetzt zwar wie 17 aussieht, aber nach wie vor wie ein Mittdreißiger denkt. Denn das gilt in der Klasse von 2009 als total uncool. Während Mike versucht, die schöne Zeit der Jugend noch einmal zu erleben, läuft er Gefahr, die besten Dinge, die ihm je passiert sind, zu verlieren …

 

Das wurde so oder ähnlich schon ein Dutzend mal erzählt. Dieses Drehbuch hat nichts Neues dazu beizutragen. Keine Ideen, keine Gags, die nicht schon gezeigt wurden in anderen Filmen. Man erinnere sich an „Big“ oder „Zurück in die Zukunft“. Leider hat dieser Streifen überhaupt nichts überraschendes Neues zu diesem Thema.

 

87 Minuten – mit hohem Gähnfaktor.

 

Ab 14. Mai 2009 im KINO.

 

A.G.Wells    

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„Das Festmahl im August – ab dem 30. April 2009 im Kino…

27. März 2009 at 12:49 pm (Filmkritiken) (, , , )

"Das Festmahl im August

"Das Festmahl im August

 

„Das Festmahl im August“

Der italienische Film, einst führend in der Welt, dümpelt zurzeit so vor sich hin. Doch jetzt lässt der Regisseur Gianni Di Gregorio die italienische Tradition, aus k(l)einer Geschichte einen ansehnlichen Film zu machen, wieder aufleben. Wobei die Ideen zu diesem Film aus persönlichen Erlebnissen des Regisseurs sind.

Gianni (Gianni Di Gregorio) ist Mitte Fünfzig, ohne Beruf und eingefleischter Junggeselle. Seine Familie ist seine verwitwete Mutter. Mit ihr lebt er in Rom in einer großen Wohnung. Seine Tage bestehen aus der Versorgung seiner Mutter, den Haushalt führen und ein paar Besuche in der Eckkneipe.

Am Vorabend des Ferragosto am 15. August, Mariä Himmelfahrt und Beginn der italienischen Ferien, bittet ihn der Hausverwalter, der für ein paar Tage verreisen möchte, um einen Gefallen: Ob er sich wohl um seine Mutter Marina kümmern könne? Im Gegenzug sei er gewillt, ihm einen Teil der Miet-Schulden zu erlassen, die Gianni in den vergangenen Jahren angehäuft hat.

Gianni, knapp bei Kasse, bleibt keine andere Wahl – er muss auf den Vorschlag eingehen. Zum verabredeten Termin erscheint der Verwalter jedoch nicht nur mit seiner Mutter, sondern bringt auch noch seine Tante mit. Doch damit nicht genug. Als Gianni einen Schwächeanfall erleidet drückt der befreundete Arzt ihm auch noch seine Mutter aufs Auge, weil er Dienst im Krankenhaus hat.

24 Stunden in der Hölle liegen vor Gianni: Mit Tante Maria bereitet er Maccaroni zu, seine Mutter Valeria streitet sich mit Oma Marina um den Fernseher, und Großmutter Grazia nascht unterdessen von der leckeren Mortadella, obwohl der Arzt sie ihr streng verboten hat. Endlich naht der Moment des Abschieds.

Doch der verläuft ganz anders als erwartet, denn die alten Damen haben ihre eigenen Vorstellungen von der Zukunft und mischen die Karten neu…

Ein kleiner Film mit einer Botschaft – unterschätzt mir die Alten nicht. Wobei die alten Damen alle sich selber spielen. Und sie machen das mit einer unwiderstehlichen Lebensfreude. 

75 Minuten für einen charmanten Sommerfilm, gewürzt mit leiser Melancholie und hintergründigem Humor.


Ab 30. April 2009 im KINO.

A.G.Wells

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„IN BERLIN“ ab dem 14.05.2009 im Kino

19. März 2009 at 11:04 pm (Filmkritiken) (, , , )

"In Berlin"

"In Berlin"

 

„IN BERLIN“

Michael Ballhaus, Deutschlands berühmtester Kameramann, hat den Job gewechselt. Er trifft die Menschen dieser Welt – IN BERLIN.
Nach über zwanzig erfolgreichen Jahren in Hollywood und der Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und vielen anderen, kehrt Michael Ballhaus in seine Heimatstadt Berlin zurück.

Fasziniert von der Hauptstadt, die ohne Hektik aber mit viel Enthusiasmus und Begeisterung sich immer wieder neu erfindet, spürt Michael Ballhaus gemeinsam mit Co-Regisseur Ciro Cappellari den Geist von Berlin auf. Allerdings hätten sie nicht nur die Kamera draufhalten sollen, sondern sich auch noch um ein vernünftiges Drehbuch kümmern.

Denn daran krankt dieser gut gemeinte Blick auf die Hauptstadt. Die Protagonisten sind ein Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten. Es wird versucht den Proporz einzuhalten. Wobei die Sozialdemokraten mir Frank Walter Steinmeier und OB Wowereit zu Wort kommen.

Für die schwarze Seite ist Maybritt Illner vertreten und die Linken machen Musik in Form von den „Einstürzenden Neubauten“.
Das ist aber höchst einseitig dargestellt und bringt einem das wirkliche Berlin nicht unbedingt näher. Es bleibt ein bisschen steril.
Wie sagte ein Kollege: „Das reicht gerade zum Pausenfüller für Arte“.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

90 Minuten – ein misslungenes Porträt unserer Hauptstadt.


Ab 14. Mai 2009 im KINO.

A.G.Wells

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„Hilde“ – 12.März 2009

15. Februar 2009 at 6:33 pm (Filmkritiken) (, , )

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Das war ja längst überfällig. Ein Film über Hildegard Knef. Eine der umstrittensten deutschen Weltstars der Nachkriegszeit. Ein Film über ein bewegtes Leben mit sehr viel Höhen und genauso vielen Tiefen. Skandale und Affären begleiteten ihren gesamten Lebensweg.

 

In Ulm geboren, in Berlin vom Großvater großgezogen. Bei der Ufa bekommt Hilde (Heike Makatsch) einen Job in der Trickfilmabteilung. Sie aber will Schauspielerin werden. Else Bongers (Monica Bleibtreu) erkennt ihr Talent und fördert sie. Auch Göbbels bestätigt ihr Talent. Ein Brief, der in der Nachkriegszeit noch für Ärger sorgt.

 

Hildes Weg führt nach oben. Helfen soll ihr dabei Ewald von Demandowski (Anian Zoller), ein Jünger Göbbels. Sie verliebt sich in den charmanten Filmmanager und wird seine Geliebte. Zusammen mit ihm, als Mann verkleidet, verteidigt sie Berlin beim Einmarsch der Russen. Das Liebespaar wird gefangen genommen und sieht sich nie mehr wieder.

 

Nach Kriegsende lernt Hilde Kurt Hirsch (Trystan Pütter), einen amerikanischen Leutnant, kennen und heiratet ihn. Ihr erster Film nach dem Krieg „Die Mörder sind unter uns“ macht sie zu dem neuen Gesicht des deutschen Films. Gegen den Rat ihres väterlichen Freundes Erich Pommer (Hanns Zischler) geht sie nach Hollywood.  Der Produzent David O. Zelznick („Vom Winde verweht) nimmt sie unter Vertrag.

 

Und lässt sie drei Jahre ohne ein Rollenangebot. Sie löst ihren Vertrag und kehrt nach Deutschland zurück. 1950 dreht Willi Forst mit ihr „Die Sünderin“. Einer der größten Skandale der deutschen Filmgeschichte. Eine Nacktszene empört das prüde Publikum. Enttäuscht kehrt Hilde in die USA zurück. Jetzt kann sie Fuß fassen.

 

Sie dreht mehrere erfolgreiche Filme und wird zum Weltstar in Cole Porters Musical „Silk Stockings“. Doch glücklich macht sie die 675 ausverkauften Vorstellungen nicht. Sie kommt abermals nach Deutschland zurück und hat Erfolg mit ihren selbst geschriebenen Chansons. „Für mich soll`s rote Rosen regnen“. Doch ihr Schicksal hat noch viele Höhen Tiefen für sie bereit.

 

Eine gelungene Biografie von Kai Wessel in Szene gesetzt. Mit einer Heike Makatsch die der „Knef“ sehr nahe kommt. Allein ihre Stimme trifft sie nicht ganz. Es fehlt das eigenartig, Rauchige darin. Allerdings ist sehr viel Weichspüler enthalten, denn die vielen menschlichen und körperlichen Tiefen werden nur gestreift. Aber die restlichen Wegbegleiter der „Knef“ sind gut getroffen.  Auffällig dabei, fast keine Szene kommt ohne Zigarette aus. Aber das wahr damals nicht anders.

 

137 Minuten –  durchaus ansehnliches Stück aus einem facettenreichen Leben.

 

Ab 12. März 2009 im KINO.

 

A.G.Wells

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